„Entfernt die Parasiten! Wählt Kommunisten“. Zum Zusammenhang zwischen personifiziertem Antikapitalismus und Judenfeindschaft

Am 02. Mai 2017 kommt Olaf Kistenmacher nach Oldenburg. Interessierte Menschen bitten wir herzlich ins Autonome Aktions- und Kommunikationszentrum Alhambrawo die Veranstaltung um 19 Uhr beginnen soll.

„Entfernt die Parasiten! Wählt Kommunisten“. Zum Zusammenhang zwischen personifiziertem Antikapitalismus und Judenfeindschaft

Sowohl historisch als auch gegenwärtig war die Kritik des Kapitalismus kein Monopol der politischen Linken. Alle politischen Strömungen beanspruchen, ökonomische Krisen lösen zu können, und auch die Rechte positioniert sich gegen „das Finanzkapital“, „amerikanische Verhältnisse“ oder die „Gier der Banker“. Der Vortrag wird ausführen, warum solche fetischisierte bzw. personifizierte Formen des Antikapitalismus mehr sind als falsche Ideologien und inwiefern gerade die Marx’sche Kritik der politischen Ökonomie mit ihrer Analyse des „Doppelcharakters der Arbeit“ und des „Fetischcharakters der Ware“ die Kategorien liefert, einen solchen „Antikapitalismus“ grundlegend zu kritisieren. An historischen und aktuellen Beispielen wird gezeigt, wie er mit Judenfeindschaft und Antiamerikanismus zusammenhängt.

Zum Referenten:

Olaf Kistenmacher promovierte über antisemitische Aussagen in der Tageszeitung der KPD, Die Rote Fahne, zur Zeit der Weimarer Republik. Mit Hans-Joachim Hahn gab er den Sammelband „Beschreibungsversuche der Judenfeindschaft. Zur Geschichte der Antisemitismusforschung vor 1944“ heraus, mit Sina Arnold verfasste er „Der Fall Ethel und Julius Rosenberg. Antikommunismus, Antisemitismus und Sexismus in den USA zu Beginn des Kalten Krieges“. Er schreibt für die Jungle World, Konkret und Phase 2.

Zur Diskussionskultur:

Wir wünschen und erwarten für die Veranstaltungen eine offene und respektvolle Diskussionskultur. Aggressives Redeverhalten, sexistische Ausfälle, selbstgefälliges Dozieren oder unangekündigte Koreferate sind ausdrücklich nicht erwünscht.

Personen, die neonazistischen Parteien, Gruppen oder Organisationen angehören, solchen Milieus zuzuordnen sind oder bereits in Vergangenheit durch menschenverachtende Praktiken in Erscheinung getreten sind, wird der Zutritt zur Veranstaltung verwehrt. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und genannte Personen auszuschließen.

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