Was bedeutet: Aufarbeitung der Vergangenheit

Vortrag mit Nina Rabuza

Als einer der wenigen Intellektuellen in Deutschland und in Europa analysierten Adorno und Horkheimer schon während des Zweiten Weltkriegs die nationalsozialistischen Morde als einen Riss in der Geschichte, der nicht zu kitten ist. Zeit seines Lebens ringt Adorno nicht nur mit der Frage, wie es nach der Shoah, „nach Auschwitz“ möglich sei, Philosophie, Geschichte, Soziologie und Kunst weiter zu betreiben. Vielmehr fragt er sich, wie Leben selbst noch möglich sei. Dabei kreisen seine Texte auch konkret um die postnazistischen Gesellschaft Deutschlands und den Umgang mit dem Massenmord an Jüdinnen und Juden.

Ausgehend von Texten der Kritischen Theorie werden in den Vortrag Probleme und Widersprüche in der „Aufarbeitung der Vergangenheit“ in der BRD thematisiert werden. Dabei  soll vor allem die Frage gestellt werden, wie sich Kontinuitäten von Antisemitismus nach 1945 im Umgang mit der Geschichte zeigen.

Datum: Sonntag, 25. Januar 2015

Beginn: 18.00 Uhr

Ort: Alhambra (Hermannstraße 83, 26135 Oldenburg)

Falls ihr euch vorher schon mit dem Thema beschäftigen wollt, gibt es von der Referentin eine Textempfehlung (diese ist aber keine Voraussetzung für das Verständnis des Vortrags):

Theodor W. Adorno: Erziehung nach Auschwitz.  (1966) In: ders.: Erziehung zur Mündigkeit, Vorträge und Gespräche mit Hellmuth Becker 1959 – 1969. Herausgegeben von Gerd Kadelbach. Frankfurt am Main 1970, S. 92–109.

Online ist der Text zum Beispiel hier zu finden:

http://www.epb.uni-hamburg.de/erzwiss/lohmann/Lehre/Som3/BuG/adorno1966.rtf

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